Infopunkt Thusis und Mutten

Vom Viamalabrief

Viamalabrief
Es war der 23. April 1473, als Riget Damoe, Gory Hensli Gantabein, Dumänig Michälschmid und 37 weitere Männer aus „Tusis, Katz und Mazein“ ein für Thusis wegweisendes Dokument aufsetzten: den Viamalabrief.

Beschreibung

Die Beteiligten verpflichten sich darin, „die richstrass und den waeg enzwüschend Tusis und Schams, so man nempt Fyamala zuo howen, uffzuorichten und ze machen.“

Zur Bekräftigung dieser Vereinbarung ersuchten die Rodgenossen Graf Jörg von Werdenberg-Sargans sowie den Junker Joachim von Castelmur, die Urkunde mit ihrem Siegel zu versehen. Damit war die Thusner Transitgenossenschaft, die sogenannte „Rod“ oder „Port“, ins Leben gerufen. Sie war Glied einer Kette von sechs Porten zwischen Chur und Chiavenna respektive Bellinzona.

Neben dem Unterhalt des Weges durch die schwer passierbare Viamala war es ihre Aufgabe, die Waren in Thusis in Empfang zu nehmen, auf die Genossenschafter aufzuteilen und unbeschädigt durch die Viamala zu befördern. So wurde die Splügen- respektive San-Bernardino-Route zur weiteherum wichtigsten Transitachse.

Das Portenwesen bestand bis ins 19. Jahrhundert hinein. Heute liegt der Viamalabrief im Archiv der Gemeinde Thusis. Auf dem Rathausplatz, über den damals ein Grossteil des Warentransports lief, erinnert heute der vom Künstler Giuliano Pedretti gestaltete Brunnen an jene Zeiten.

Karte

Verantwortlich für diesen Inhalt Viamala Tourismus.

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