Etappe 4: Isola/Madesimo - Chiavenna

Talwanderung über Campodolcino, Vho und Gallivaggio nach Chiavenna. Übernachtung in Chiavenna. Individuelle Rückreise am nächsten Tag via Splügenpass oder Engadin / St. Moritz nach Thusis.

Isola/Madesimo - Campodolcino
4.5 km, +219/-42 hm, ca. 1h 30min
Höhenprofil

Campodolcino - Chiavenna
13.5 km, +292/-1024 hm, ca. 4h 30min
Höhenprofil

Isola/Madesimo - Chiavenna 
18.0 km, +160/-1080 hm, ca. 6h

Unter folgendem Link finden Sie den Kartenausschnitt der viaSpluga-Etappe:
Etappe 4: Isola/Madesimo - Chiavenna

Entlang der Route

Campodolcino
Campodolcino, der Hauptort des Val San Giacomo, liegt auf der grössten, aber im steilen Bergtal dennoch recht kleinen Ebene zwischen dem Splügenpass und Chiavenna. Im 19. Jahrhundert war Campodolcino dank der Thermalbäder ein wichtiger Tourismusort, heute ist er ein gut besuchter Sommerferienort und der Besuch des viaSpluga-Museums lohnt sich. Die Bogenbrücke über den Rabbiosa-Bach liegt in unmittelbarer Nähe der Pfarrkirche San Giovanni Battista. In Portarezza, wo sich damals höchstwahrscheinlich eine romanische Einfriedung befand, steht heute die Kirche San Gregorio Taumaturgo (1737).

Gallivaggio / Santuario
Im Val San Giacomo gibt es – neben San Guglielmo – eine zweite bedeutende Wallfahrtskirche: den Santuario di Gallivaggio. Beide Sakralbauten erinnern daran, dass die alte Splügenroute nicht nur Handels- sondern auch Pilgerweg war. Die Kirche von Gallivaggio wurde dort erbaut, wo im Oktober 1492 zwei Mädchen die Mutter Gottes erschienen war. Am Ort des Geschehens wurde erst eine Kapelle errichtet, die 1598 durch den jetzigen Bau ersetzt wurde. Die drei Kapellen beherbergen Arbeiten von Domenico Caresana aus Cureglio im Kanton Tessin (1605–1606). Sehenswert sind auch die Bilder mit dem Kruzifix von Cesare Ligari aus Sondrio (1739), die Krönung der Mutter Gottes von Paolo Camillo Landriani, genannt Duchino, sowie die prachtvolle Orgel mit eigenem Balkon.

San Giacomo Filippo
Gegen Ende des 12. Jahrhunderts gab es in der Region Valchiavenna nur wenige Kirchen. Eine von ihnen war nach San Giacomo benannt. Sie gab dem Dorf, das sich um sie herum entwickelte, seinen Namen und enthält prächtige Fresken des einheimischen Malers Giovanni Battista Macolino. In San Giacomo Filippo, am Flussufer des Liro, begegnen wir zudem der über einer kleinen Grotte erbauten Wallfahrtskirche von San Giuglielmo, der ersten Taufkirche des Tales. Hier verstarb der Einsiedler Wilhelm von Orenga (11. Jahrhundert). Die jetzige Kirche wurde 1613–1616 erbaut.

Chiavenna
Das Städtchen Chiavenna am Ausgang des Val San Giacomo und des Bergells war schon in römischer Zeit ein wichtiger Knotenpunkt. Bei einem Stadtbummel können zahlreiche Denkmäler besichtigt werden. Zum Beispiel das «Museo del Tesoro» (Pfarrmuseum von S. Lorenzo), wo Messgewände, Paramente, Ölbilder und Goldschmierarbeiten wie die «Pace», ein Meisterstück der mittelalterlichen Goldschmiedekunst, aufbewahrt werden. Im alten Handwerksviertel von Chiavenna befindet sich die Mühle von Bottonera, ein seltenes Beispiel der Industriearchitektur; noch heute fühlt man sich dort in die unermüdliche Arbeitsatmosphäre der Müller des 19. Jahrhunderts zurückversetzt. Auf jeden Fall lohnt sich der Besuch eines der typischen «Crotti» (Restaurant), wo man die Spezialitäten der lokalen Küche geniessen kann. Unweit des Zentrums von Chiavenna, in Prosto di Piuro, befindet sich der Vertemate Franchi Palast, ein wunderschönes Gebäude aus der Renaissance.

Kontakt

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CH-7435 Splügen
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Fax +41 (0)81 650 90 31

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