Rodels
Die Gemeinde Rodels liegt nahezu in der Mitte der rechtsrheinischen Siedlungsstrasse im Domleschg. Im Mittelalter gehörte Rodels zur Gerichtsgemeinde Ortenstein, erst 1851 wurde es politisch selbständig.
Die Siedlung Rodels kann als Kombination zwischen einem Strassen- und Haufendorf bezeichnet werden. Sie liegt oberhalb der Talsohle, was durchaus verständlich ist, da vor der Rheinkorrektion der verwilderte Fluss die Talsohle bis zum Fuss der Terrasse bespülte. Erst in jüngerer Zeit – nach der Flusskorrektion – errichtete der Kanton in seinem Forstgarten eine Waldsamenklenge zur Gewinnung von Waldsamen.
Markante Bauten in Rodels sind das Haus Blumenthal und das Haus Jecklin. Erstes wurde um 1680 erbaut und hernach stark erweitert. Die Marienkapelle im Erdgeschoss wird heute noch für kirchliche Feiern benutzt. Das Haus Jecklin, datiert von 1598, gestaltet mit seiner Grösse und seinem Aussehen wesentlich den Dorfplatz der Gemeinde.
Ebenfalls auf Gemeindegebiet von Rodels, unmittelbar neben der Fahrbahn der A13, befindet sich ein für den Laien fast unscheinbarer Gesteinsbrocken, der aber als hochinteressantes geologisches Phänomen gilt. Es ist davon auszugehen, dass es sich bei diesem rund zehn Meter hohen Gesteinsrest um ein Bergsturzrelikt des postglazialen Kunkelserbergsturzes handelt.













